Petra Heumüller
Übergangsräume

Ich komme aus dem Vertrieb.
Ich weiß, wie man überzeugt.
Wie man sich zeigt.
Wie man funktioniert.

Und ich weiß, wie schnell daraus etwas wird,
das sich durch alles zieht.

Wir optimieren uns.
Wir reagieren.
Wir halten aufrecht, was längst nicht mehr trägt. 

Im Job.
In Beziehungen.
Im Leben.


Mein eigenen Weg war kein gerader.

Er bestand aus Umbrüchen.
Aus Entscheidungen, 
die größer waren, als ich selbst.

Aus Projekten,
für die ich keine fertigen Antworten hatte.

Aus Situationen,
in denen ich lernen musste, mich zu zeigen,
bevor ich sicher war.


Ich habe amerikanische Investmentfonds im Institutional Sales vertrieben -
südlich von Frankfurt und Österreich,
Banken geschult 
und im In- und Ausland gearbeitet.

Neben meiner Bankausbildung 
habe ich in Spanien eine weitere Ausbildung gemacht und mir dort eine Selbständigkeit aufgebaut.

Der Immobilienvertrieb für deutsche Bauträger lief parallel.

Aus persönlichen Gründen bin ich nach Deutschland zurückgekehrt.


Ich habe über viele Jahre junge Sportpferde gekauft, gezüchtet, ausgebildet und verkauft.

Eine Arbeit,
die körperlich fordert
und mental alles abverlangt.

Die Geduld braucht.
Und die Fähigkeit,
Entwicklung über Jahre hinweg zu sehen.

Und die eigene Grenzen sichtbar macht.

Den Moment, 
in dem ein Ungleichgewicht entsteht.

Wenn Arbeit beginnt,
alles zu durchdringen.


Ich kenne Strukturen.
Und ich kenne das Gegenteil davon.

Räume,
in denen nichts vorgegeben ist.


Und ich kenne den Druck,
der daraus entstehen kann.

Schnell zu sein.
Klar zu sein.
Zu entscheiden -
auch dann, wenn innerlich noch nichts klar ist.

Weiterzugehen, 
obwohl etwas in einem längst stehen geblieben ist.


Ich habe erlebt,
was dabei verloren gehen kann:

Klarheit.
Richtung.
Das Gefühl,
ob es überhaupt noch der eigenen Weg ist.


Heute arbeite ich genau an diesem Punkt.

Nicht an der nächsten Optimierung.

Sondern davor.

Dort, wo Prozesse beginnen,
uns zu übernehmen.

Dort, wo Anforderungen nicht mehr nur von außen kommen, 
sondern nach innen rutschen.

Und dort, wo eine andere Frage möglich wird:

Was ist eigentlich noch wahr für mich?


Ich erkenne diese Übergänge.
Den Moment, in dem etwas kippt.

Den Punkt,
an dem aus Entwicklung Überforderung wird.

Und das,
was darunter noch da ist.


Meine Arbeit ist kein Besserwerden.
Keine Transformation.

Sie ist eine Ausrichtung.

Ein Raum.
In dem Du etwas zurückbekommen kannst:

Deinen eigenen Maßstab.
Dein eigenes Tempo.
Deine eigenen Klarheit.

Und Deine Sicht auf Dein Leben.

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